NIEDERROSSLA
 

Die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr Niederroßla fanden mit dem heutigen
Objekt an der Theo-Neubauer-Straße ihren vorläufigen Endstand.
Das 2003 eingeweihte Gebäude bietet in Punkto Größe und Komfort völlig neue
Dimensionen gegenüber der Enge des alten Depots an der Buttstädter Straße.
Auf einer Gesamtnutzungsfläche von 340 m² (Fahrzeughalle 125 m², Versammlungs-
raum, Lager, Umkleideraum, Büro und Sanitärräume zusammen 215 m²) sind optimale
Arbeits- und Ausbildungsvoraussetzungen für die Kameraden der Einsatzgruppen und
die Mitglieder der Jugendfeuerwehr entstanden.
Im Vorfeld der Planungen des Neubaues konnte die Wehr selbst zwischen 3 Varianten
in der Gestaltung entscheiden und die Räumlichkeiten ihren Vorstellungen anpassen.
Auf dem Baugrundstück des Gerätehauses standen bis 2001 die Gebäude einer alten
Färberei und ein Schweinestall, welche erst einmal abgerissen werden mussten. Der
erste Spatenstich wurde am 1. Juli 2002 getätigt, am 8. November 2002 konnte schon
Richtfest gehalten werden. Trotz einiger Probleme innerhalb der Bauausführenden
Arbeitsgemeinschaft konnte am 14. Juni 2003 die feierliche Übergabe und Einweihung
stattfinden.

 
Bevor der Neubau erfolgen konnte, musste die ehemalige Färberei und alte Stallanlagen
abgerissen werden. Das Bild entstand 1998.

Das Gerätehaus an der Theo-Neubauer-Straße im Jahr 2007
Das Gerätehaus an der Theo-Neubauer-Straße im Jahr 2007

In der Fahrzeughalle wurden bis zum Jahr 2008 noch 3 Fahrzeuge (TLF 16/24 Magirus,
Baujahr 1963 / LF 8/8 Robur, Baujahr 1971 und ABCErkKW Fiat, Baujahr 2002) und
2 Anhänger untergebracht. Durch die Beschaffung des LF 10/10 auf "Iveco-Magirus" im
Jahr 2008 wurden die beiden betagten Löschfahrzeuge außer Dienst gestellt und damit
der "Idealzustand" hergestellt.
Der großzügig gestaltete Versammlungsraum bietet 60 Leuten Platz, außer der Feuer-
wehr selbst nutzen ihn die Senioren und der Gemeinderat des Ortes für ihre Treffen und
Sitzungen. Eine gesponserte Küchenzeile und ein von den Kameraden selbst gebauter
Ausschanktresen ergänzen die eingeplante "Teeküche".
Des weiteren gibt es im Objekt ein Büro für die Wehrleitung, eine Werkstatt mit Lager,
ein Umkleideraum mit Dusche und natürlich auch sanitäre Anlagen.
Vor dem Gerätehaus sind 19 Parkplätze überschneidungsfrei zu den ausfahrenden
Löschfahrzeugen angelegt.

  Das Feuerwehrgerätehaus Niederroßla auf einen Blick:
  Erbaut: 2002 - 2003 (Feierliche Einweihung am 14.06.2003)
  Baukosten: 563.000 € (mit Fördermitteln des Landes Thüringen / Kreis Weimarer Land / Arbeitsamt)

  Postanschrift: D-99510 Ilmtal-Weinstraße / OT Niederroßla / Theodor-Neubauer-Straße 2a 


Alter Schlauchturm am Turnplatz   Bau des Schlauchturmes am Sportplatz 1933
                Alter Schlauchturm auf dem Turnplatz /     Bau des Schlauchturmes am Sportplatz 1933
heutiger Jahn-Platz (ca. 1930)                                                                           

Das alte Spritzenhaus befand sich bis ungefähr 1947 im Gebäude der Buttstädter
Straße 21 (spätere Poststation). Übungen wurden bis 1933 an einem Steigerhäuschen
am Turnplatz, jetzt Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz, abgehalten. Auf Grund des schlechten
Zustandes wurde ein Neubau als Schlauchtrockenturm am Sportplatz notwendig.

Das Gerätehaus im Jahr 1990   Das Gerätehaus an der Buttstädter Straße im Jahr 1998
Das Gerätehaus im Jahr 1990           Das Gerätehaus an der Buttstädter Straße im Jahr 1998
Umbau des Gerätehauses im Jahr 1988
Umbau des Gerätehauses im Jahr 1988

Danach zog die Feuerwehr in ein Nebengebäude der roten Schule in der Buttstädter Straße 15. Die Feuerwehr breitete sich darin immer weiter aus, der Platz für Technik und Mannschaft wurde immer größer, aber dennoch nie genug. Bis zum Jahr 1971 wurde nur der linke Schuppen für den Anhänger mit der Spritze gebraucht. Die
vorgespannte Zugmaschine kam von verpflichteten Bauern des Ortes, später der LPG
Niederroßla. Zwischenzeitlich wurde der Schlauchanhänger auch in einem Schuppen
der Mühle untergestellt, da sich die Schlauchtrocknung auf der Mühlinsel befand.
Die angekündigte Beschaffung des Löschfahrzeuges LF 8/8 vom Typ "Robur LO"
veranlasste die Gemeinde und die Kameraden der Wehr zum Umbau des mittleren
Schuppens in eine Garage mittels Eigeninitiative (!). Der Einbau von Toilettenanlagen
in das Schulgebäude brachte Platz im rechten Teil des Gebäudes, so dass 1988 -1989
ein Versammlungsraum ausgebaut wurde. Nach Einbau der Ölheizung stand auch der
Kohlenschuppen leer und der Versammlungsraum bekam 1995 eine Teeküche und
Toilette angebaut. Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung der Kameraden getätigt.
Die letzte Ausbaustufe hätte mit einer frühzeitigen Beschaffung des LF 10/6 gedroht:
alle neuen Fahrzeuge wären höher als die vorhandene Garage gewesen. Es hätte
einen massiver Umbau bei noch schlechteren Platzverhältnissen bedeutet. Zum Glück
entschied sich der Gemeinderat erst zum Neubau, dann zur Ersatzbeschaffung des
Löschfahrzeuges.

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